ALTERNATIVE KRAFTSTOFFE DIE BILLIGERE UND UMWELTFREUNDLICHERE ENERGIE

Die Welt, in der die Gesamtbevölkerung bis zum 2050 die Zahl von 9 Milliarden erreichen wird, muss in der Richtung denken, dass alles was genutzt werden kann durch Recycling gewonnen und danach wiederverwendet wird. Nur an diese Weise kann die Erde eine gute Mutter für die kommenden Generationen sein. Die Zementindustrie könnte durch die Verwendung von Nebenprodukten anderer Industrien im Herzen oder zumindest als ein wichtiges Glied in der Wirtschaft stehen.

Die aus alternativen Quellen gewonnene Energie hat sich im Westen zu einem Standard entwickelt, wo Zementwerke aufgrund der Kapazitäten, die große Mengen an Abfällen bewältigen können, einen sehr wichtigen Platz im Abfallwirtschaftssystem einnehmen. Die Müllverbrennung in der Zementindustrie erfolgt nahezu ohne Umweltbelastung, da Zementwerke im Produktionsprozess extrem hohe Temperaturen verwenden, bei denen der gesamte Abfall unter kontrollierten Bedingungen vollständig in die zur Herstellung von Klinker erforderliche Energie umgewandelt wird, ein Halbzeug, aus dem der Zement hergestellt wird.

Österreich ist Anführer in der Verwendung alternativer Brennstoffe in der Zementindustrie mit einer durchschnittlichen Substitutionsrate fossiler Brennstoffe von 63%. An zweiter Stelle steht Deutschland, das 2,3 Millionen Tonnen Kohle eingespart hat. Von den 35 Zementwerken in diesem Land verwenden 33 alternative Brennstoffe, und die Behörden haben in 27 Jahren keine nachteiligen Auswirkungen gemeldet. In einigen Zementfabriken wurden fossile Brennstoffe zu 100% durch alternative ersetzt.

Die europäische Durchschnittsrate der Nutzung alternativer Energiequellen im Jahr 2012 beträgt 37%, während der weltweite Durchschnitt bei einer Rate von nur 14% liegt. Die Perspektive einer effizienten Nutzung alternativer Kraftstoffe wird wesentlich von der Art des derzeit auf dem Markt verfügbaren Kraftstoffs abhängen, von der Flexibilität einer einzelnen Anlage zum einfachen Wechsel von einer Kraftstoffart zu einer anderen und größtenteils von der Sachkenntnis und dem Wissen der Manager im Produktionsprozess.

In Bosnien und Herzegowina steht der Einsatz alternativer Kraftstoffe in der Zementindustrie und in der Industrie allgemein noch am Anfang. Neben der Verwendung dieser Brennstoffe als Beitrag zu einer umweltfreundlicheren Umwelt senken die Unternehmen auch die Produktionskosten, da der Abfall billiger als fossiler Brennstoff ist. Die derzeit zulässige Verwendungsrate von alternativen Kraftstoffen beträgt 30%.

Präsident von Eco Forum Zenica, Dr. Samir Lemeš sagt, dass die Verbrennung von Abfällen zum Zwecke der Energiegewinnung, wenn sie richtig durchgeführt wird, die Umwelt nicht in dem Maße schädigt, wie dies bei anderen Brennstoffen der Fall ist.

In BiH haben wir jedoch nicht genug Abfall, der für diesen Zweck verwendet werden kann. Für die Produktion in einer Anlage wird viel Energie benötigt und die in BiH vorhandenen Mengen können nur einen kleinen Teil des Bedarfs decken. Auch die nicht selektive Deponierung von Abfällen auf Deponien in BiH ist ein großes Problem, denn auf diese Weise werfen die Menschen große Mengen an nutzbarem Material ab“,

betonte Lemesh.

Die Zementfabrik Lukavac hat mit den Welttrends Schritt gehalten, und als erste in BiH begann diese Energiequellen zu nutzen. Gegenwärtig beträgt der Anteil der alternativen Brennstoffe in ihrer Produktion bis zu 30 Prozent. Die in dem Jahr 2015 durchgeführten Messungen haben gezeigt, dass die Schadstoffemissionen unter den gesetzlich vorgeschriebenen Werten liegt und stimmt mit den strengen Richtlinien der Europäischen Union überein.