BOSNIEN UND HERZEGOWINA HAT EIN GROßES POTENZIAL FÜR DIE ABFALLVERARBEITUNG IN DIE ALTERNATIVEN KRAFTSTOFFEN

Lukavac Zementfabrik investiert in die Installation neuer Technologien, um die Umwelt zu schützen. Müllverbrennung in der Zementindustrie ist nicht schädlich für die Umwelt

Nach Angaben des Zentrums für Ökologie und Energie werden im Gebiet des Tuzla- Kantons pro Tag 400 bis 500 Tonnen Abfall produziert, was etwa einem kg Abfall pro Kopf entspricht. Falls dieser Abfall nicht entsorgt wird, könnte der Tuzla-Kanton in 36 Jahren mit einem Abfallschicht der Höhe von einem Meter bedeckt sein. In den Mengen ausgedrückt würde der Kanton bis zum Jahre 2020 mit einem Bestand von 1.000.000 Tonnen Abfällen verfügen, von denen 60% entsorgt wäre, während der Rest in den so genannten Trockendeponien landen würde.

Bosnien und Herzegowina hat ein großes Potenzial, Abfälle zu verarbeiten und sie in alternative Brennstoffe umzuwandeln. Viele der Dinge, die die Bürger in Containern aufgeben, die später auf Mülldeponien enden, sind die Hauptquelle für alternative Energie, die viele Unternehmen in der Produktion verwenden würden.

Ein positives Beispiel und ein Anführer bei der Verwendung alternativer Kraftstoffe in Bosnien und Herzegowina ist die Zementfabrik Lukavac. Dieses Unternehmen investiert kontinuierlich in die Installation neuer Technologien und Anlagen mit dem Ziel der Mitverbrennung von Ersatzbrennstoffen und trägt somit zur Lösung des Problems der Abfallwirtschaft bei.

Bosnien und Herzegowina hat ihre Rechtsvorschriften in diesem Bereich in Einklang mit den EU-Richtlinien gebracht. Gemäß diesen Gesätzen werden die Emissionsgrenzwerte für die Zementindustrie festgelegt, die bei der Verbrennung von Abfall in Öfen entstehen, die von den autorisierten zertifizierten Instituten kontinuierlich gemessen und überwacht werden und deren Berichte dem föderalnen Ministerium für Umwelt und Tourismus vorgelegt werden. Das Verbrennen von Abfällen ist nicht schädlich, da sehr hohe Temperaturen verwendet werden und alle Substanzen neutralisiert werden. Durch den Einsatz von Ersatzbrennstoffen und -Rohstoffen wird der ökologische, ökonomische und soziale Aspekt der Nachhaltigkeit ausgegliechen.

In diesem Industriezweig besteht ein großes Potenzial für die Müllverbrennung, und die Produktion von Zement kann große Mengen an Abfall als Brennstoff verarbeiten. In den Fabriken der Welt ist der Ersatz von fossilen Brennstoffen durch Ersatzprodukte bereits vorgesehen, da bei der Zementherstellung viele Rückstände auf sichere Weise zu einem Endprodukt werden können. Die Einhaltung der sanitären und technologischen Regeln mit Hilfe von Mülldeponien gewährleistet den Umweltschutz gegen Umweltverschmutzung und beseitigt andere negative Folgen. In Europa werden mehr als vier Millionen Tonnen Abfall in alternative Brennstoffe umgewandelt und in Zementfabriken eingesetzt.